Die Geschichte von Lafóa

„Lafóa“ – vier Weine tragen diesen Namen. Doch woher kommt der Name „Lafóa“ und was ist auf der Etikette dargestellt? Wir erklären die Geschichte dieser besonderen Marke.

Es waren die 1980er Jahre in Südtirol. Luis Raifer, Weinbauer und damaliger Geschäftsführer und Obmann der Kellerei Schreckbichl, kehrte von einer Studienreise durch Kalifornien nach Südtirol zurück und hatte Großes im Weinbau vor. Er erkannte das Potential Südtirols, Qualitätsweine hervorzubringen. Das Terroir war günstig, genügend Rebflächen vorhanden und die Weinbauern tüchtig. Als ersten Schritt ersetzte er auf seinem Weinberg „Lafóa“, einem sonnenverwöhnten Bergrücken hinter der Kellerei Schreckbichl, die Vernatsch-Reben durch Cabernet Sauvignon und später durch den weißen Sauvignon Blanc. Daneben führte er neue Qualitätsstandards ein: weniger Ertrag für hochwertigere Trauben und hochwertigeren Wein. Genau auf diesem Pilotweinberg mit den beiden Weinen Cabernet Sauvignon und Sauvignon entstand also der „Lafóa-Gedanke“: die Einführung neuer Qualitätsstandards im Weinberg.
Heute arbeiten die Mitglieder und die Mitarbeiter der Kellerei nach diesem Vorbild konsequent weiter – auf dem gesamten Weinbaugebiet der Kellerei und bei allen Weinen. Ganz besonders bei jenen, die die Marke „Lafóa“ tragen.

Der erste Cabernet Sauvignon Lafóa kam mit Jahrgang 1989 auf den Markt, noch mit einer anderen Etikette. Beim Sauvignon Lafóa wurde der Jahrgang 1993 erstmals präsentiert. Vor kurzem wurde die historische Weinlinie mit zwei Weinen erweitert: einem Chardonnay und einem Gewürztraminer (erste präsentierte Jahrgänge: 2015), die im Laufe der Jahre ebenfalls die Qualitätsstufe „Lafóa“ erreicht haben.

Die Etikette

Alle vier Lafóa-Weine tragen eine sehr spezielle Etikette. Oft, wenn wir die Weine auf Messen oder Veranstaltungen präsentieren, bekommen wir folgende Fragen gestellt: „Was ist auf der Etikette dargestellt? Der Stil erinnert mich sehr an Gustav Klimt“. Dieser Frage bzw. Beobachtung wollen wir hier auf den Grund gehen.

 Das bekannt originelle Etikett der Lafóa-Weine wurde vom Grafikstudio Guardenti in Lucca (Toscana) entworfen und zierte im Jahr 1993 erstmals die Flasche des Cabernet Sauvignon. Die dargestellte Skulptur des Malers und Bildhauers Guido Anton Muss 1941-2003, Gröden; Prof. an der Kunsthochschule in Venedig und Florenz; zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland), verkörpert den „guten Geist Natur“ und ist Teil des Eingangs zum Anwesen von Luis Raifer. Das Werk ist Sinnbild der Natur, welche Wachstum der Pflanzen- und Tierwelt beeinflusst. Kleinlebewesen des Erdreichs umgeben die Säule, die sich nach oben dem Sonnenlicht öffnet.

Der Etikettenhintergrund ist inspiriert vom Jugendstil – der Künstlerbewegung zwischen Ende des 19. und Beginn des 20. Jhd. Die Epoche, in der auch Gustav Klimt künstlerisch tätig war. Die Beobachtung, dass die Etikette an Klimt erinnert, ist also vollkommen berechtigt.

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